AKTIONSBÜNDNIS FÜR GESUNDHEIT

Aktionsbündnis für Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern

Frauengesundheit

Gleichberechtigung und Partnerschaft von Frauen und Männern betreffen alle Bereiche unserer Gesellschaft, unserer Kultur und unseres persönlichen Lebens. Als gesellschaftlich relevantes und gesundheitspolitisch ernst zu nehmendes Thema führte die Gesundheit von Frauen lange ein Schattendasein, obgleich Frauenforschung und Frauengesundheitsbewegung eindringlich auf die geschlechterdifferenzierte Verteilung von Gesundheitsrisiken hinweisen.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden die Bestrebungen zur Frauengesundheit maßgeblich geprägt durch den Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern, der 1998 die erste Landeskonferenz für Frauengesundheit in unserem Bundesland initiierte. Diese Pionier-Fachtagung zur Frauengesundheit machte deutlich, dass geschlechterdifferenzierte Daten in Gesundheitsberichten notwendig sind, um die biologischen und sozial bedingten Unterschiede zwischen Frauen und Männern darzulegen. Gleichzeitig sind sie Voraussetzung für die geschlechtergerechte Gestaltung einer Gesundheitspolitik. Im Ergebnis dieser ersten Landeskonferenz für Frauengesundheit wurde der Gemeinsame Arbeitskreis Frauengesundheit (GAF) gegründet.

Von Beginn an sind die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern, das Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern und die Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung in Mecklenburg-Vorpommern Partner des Gemeinsamen Arbeitskreises Frauengesundheit. Der Arbeitskreis ist über zehn Jahre seines Bestehens zu einem Rat- und Impulsgeber der Landesregierung geworden. Ziel der im Arbeitskreis ehrenamtlich tätigen Expertinnen aus Medizin und Gesundheitswesen ist es, durch umfassende Netzwerkarbeit Frauengesundheit in Mecklenburg-Vorpommern zu fördern und die Öffentlichkeit für diese umfassende Thematik zu sensibilisieren. Die alle zwei Jahre stattfindenden Landeskonferenzen greifen wichtige Aspekte von frauenspezifischen Gesundheitsfragen auf. Die Erkenntnisse werden unter anderem mit politischen Entscheidungsträgern diskutiert, um eine Sensibilisierung für eine geschlechtergerechte Entwicklung im Gesundheitswesen zu erreichen. So auch in Bezug auf die Gesundheitsberichterstattung in Mecklenburg-Vorpommern.

Landeskonferenzen des Gemeinsamen Arbeitskreises Frauengesundheit:
2000  "Mit Brustkrebs leben"
2002  "Wenn essen zum Problem wird"
2004  "Müttergesundheit"
2006  "Pflege ist weiblich"
2008  "Gesundheit hat (k)ein Geschlecht"

München, 28. Mai 2009 - Ärztestreiks, geschlossene Praxen, Notfallversorgung für Patienten - die ärztliche Honorarreform, die seit dem 1. Januar 2009 gilt, lässt die deutschen Ärzte auf die Barrikaden gehen. Insbesondere Facharztgruppen beteiligten sich rege an diesen Protestaktionen gegen zu niedrige Honorare. Nicht so der Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF). Dieser startete am 28. Mai 2009 die Kampagne "Was ist die kranke Frau in Deutschland wert? Die Kampagne für Frauen."


Weiterführendes:

Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V.

Erster WHO-Bericht zur Gesundheit von Frauen (engl.) Women and Health- Today's evidence. Tomorrow's agenda, 2009 und dessen Zusammenfassung

Frauengesundheit in der Politik zur Gleichstellung von Mann und Frau in Mecklenburg-Vorpommern (Broschüre im pdf-Format)

Frauengesundheitsportal (BZgA)

Gesundheitliche Prävention bei Frauen in der zweiten Lebenshälfte- Abschlussbericht an das Bundesministerium für Gesundheit. Band 1: Überblick über die Projektergebnisse und Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Prävention. Andreas Kruse und Christina Ding-Reiner, Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg, August 2007

Nationales Netzwerk Frauen und Gesundheit